Die Krimis von Katja Kleiber sind genau das Richtige für alle, die gern in spannende Geschichten eintauchen. In unserem Interview gibt uns unsere Autorin des Monats aufregende Einblicke in ihre Arbeit: Katja erzählt, wie sie überhaupt zum Krimischreiben kam, warum Spaziergänge in der Eifel ihre kreativsten Momente auslösen und welchen Rat sie neuen Autor*innen mit auf den Weg gibt.
Du hast schon als Kind begeistert Detektivgeschichten gelesen. Wann wusstest du, dass du selbst Krimis schreiben möchtest? Gab es einen besonderen Auslöser?
Als ich Ärger mit einem Chef hatte und mir dann noch einer der ersten Ratgeber für fiktionales Schreiben auf Deutsch in die Hände fiel, war es soweit: Der Chef musste als fiktionales Opfer in einem Krimi herhalten.
Wie beeinflusst deine Arbeit als Journalistin dein Schreiben? Hilft dir dein Blick für Details beim Plotten oder bei der Figurenentwicklung?
Ich bin gewohnt, genau zu beobachten, das hilft auf jeden Fall. Durch meinen Beruf kenne ich Menschen verschiedener Herkunft und Stellung, dadurch habe ich viele Anregungen für Figuren. Ich finde es wichtig, dass die Vielfalt unserer Gesellschaft auch in fiktionalen Geschichten abgebildet wird. Außerdem erfordert mein Beruf, jeden Tag zu schreiben und Deadlines einzuhalten, daher bin ich recht diszipliniert auch bei meinen eigenen Schreibprojekten.
Du bist auch Dozentin für Krimi/Thriller. Wie wirkt sich das Unterrichten auf dein eigenes Schreiben aus und was macht dir beim Lehren besonders viel Spaß?
Am meisten Freude bereiten mir die positiven Rückmeldungen. Wenn jemand sagt, dass meine Ratschläge ihm/ihr geholfen haben, ist das sehr befriedigend. Außerdem finde ich es toll, wenn Bücher publiziert werden, zu deren Werdegang ich beigetragen habe. Durch das Betreuen fremder Texte sehe ich auch meine eigenen kritischer und lese quasi als innerer Lektor beim Schreiben mit. Dadurch verbessern sich meine Erstfassungen, ich muss weniger überarbeiten.
Viele Autor*innen bekommen ihre besten Ideen beim Spazierengehen. Kannst du uns erzählen, wie ein Spaziergang mit deinem Hund durch die Eifel dich schon einmal zu einer Idee für einen Krimi inspiriert hat?
Wir sind den Eifelsteig und den Ahrsteig gelaufen. Solche Fernwanderungen sind sehr meditativ. Man denkt eher über die nächsten Schritte nach, über das Wetter oder darüber, wo man sein Zelt aufstellt, als über Plotprobleme. Doch gerade, weil der Geist abgelenkt ist, kommen unerwartet neue Ideen. Die Knoten im Hirn lösen sich.
Wenn du einen neuen Krimi schreibst, planst du die Handlung von Anfang bis Ende oder lässt du die Figuren oft auch selbst den Weg bestimmen?
Ich bin begeisterte Planerin, weil ich gemerkt habe, dass ich dadurch Arbeit spare. Wenn ich drauflosschreibe, muss ich später mehr überarbeiten. Aber beim Schreiben bekomme ich neue Ideen und dann ändere ich den Plot zwischendurch entsprechend ab.
Welchen Rat würdest du angehenden Krimi-Autor*innen mit auf den Weg geben?
Wer eine gute Idee hat, soll losschreiben. Schreiben lernt man am ehesten durchs Schreiben. Wir brauchen frische Ideen, denn allzu viele Krimis ähneln einander. Daher würde ich dazu raten, frischweg zu schreiben, was einem am Herzen liegt. Und frühzeitig mit dem Marketing zu beginnen, etwa von Anfang an eine Webseite zu erstellen.
Warum hast du dich für tolino media entschieden?
Meiner Ansicht nach ist es wichtig – sowohl für Leser*innen also auch für Autor*innen – ein Monopol beim Online-Buchhandel zu vermeiden. In Deutschland haben wir den großen Vorteil, dass mit tolino bzw. dem Zusammenschluss der dahinterstehenden Händler ein zweiter großer Player auf dem Markt ist. Außerdem betreut mich tolino media hervorragend. Ich fühle mich und meine Bücher dort sehr gut aufgehoben.
Weitere Informationen zu unserer Autorin des Monats, Katja Kleiber, findet ihr auf Instagram oder auf Facebook.
Hier findet ihr unsere Autorin des Monats Dezember: Nancy Salchow
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